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ADHS-Diagnose ist mehr als ein Screening-Fragebogen

Die Wartezeiten für eine kassenärztlich bezahlte ADHS-Diagostik sind lang. Sehr lang. Das gilt wohl sowohl bei Kindern und Jugendlichen, ganz sicher aber noch stärker bei den Erwachsenen.

Während die Vertreter der Kassen natürlich sagen, dass dies eine kassenärztlich bezahlte Leistung ist, werden seriöse Fachärzte bzw. auch Psychotherapeuten dies wohl kaum im Rahmen der normalen Regelversorgung machen können. Zumindest dann nicht, wenn es sinnvoll bzw. für den Klienten nützlich sein sollte.

Klar, ein Screening-Fragebogen bzw. auch Symptomliste bzw. ein diagnostisches Interview wie den IDA-Fragebogen oder das HASE-Set kann man vielleicht machen. Dabei bleibt aber völlig unbeachtet, dass die Selbst- und Fremdwahrnehmung bzw. ggf. auch die Besonderheiten der höheren Handlungsfunktionen die eigentliche Symptomatik verschleiern können. Wer lebenslang so war, wie er ist, der wird eben kaum an eine “Störung” im Sinne einer psychiatrischen Diagnose denken.